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Digitalumstieg im Kabel - was ist zu beachten?


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19.07.2018

Umstieg analog - digital

Radio - und TV-Programme künftig nur noch digital.
Schauen Sie noch analoges Kabelfernsehen? Dann sollten Sie sich jetzt auf den Umstieg vorbereiten, da Ihre Kabelnetzbetreiber demnächst Radio- und TV-Programme nur noch in digitaler Qualität bieten.

2018 ist das Jahr des Digitalumstiegs in allen bayerischen Kabelnetzen. Nach der Umstellung des Antennen- und Satellitenfernsehens auf digitalen Empfang wird in Deutschland nun auch das Kabel voll digitalisiert. Informationen über die bundesweiten Veränderungen beim Kabelempfang und die notwendigen Umrüstungs-Schritte für die Kabelzuschauer sind auf www.digitaleskabel.de zu finden.


In Bayern nutzen bereits 77,4 Prozent der Bevölkerung in Kabel-TV-Haushalten ihre Programme digital, das entspricht ca. 3,262 Mio. Personen (Quelle: Funkanalyse Bayern 2017). Die restlichen 22,6 Prozent (ca. 955.000 Personen) müssen jetzt umsteigen, um den Anschluss beim Radio- und Fernsehempfang nicht zu verpassen.

Größere Auswahl und verbesserte Bildqualität
Die Umstellung auf eine rein digitale Verbreitung von TV-Signalen bedeutet nicht nur eine verbesserte Bildqualität, sondern bietet zudem mehr Programmvielfalt. Denn mit der Abschaltung des analogen Fernsehens entsteht in den Kabelnetzen Platz für mehr Fernseh- und Radioprogramme sowie weitere Dienste wie zum Beispiel Videoabruf (VOD). Im digitalen Angebot sind auch die öffentlich-rechtlichen Programme und die bayerischen Lokal-TV-Sender in hochauflösender Qualität (HD) ohne zusätzliche Kosten zu empfangen. Für den HD-Empfang der privaten nationalen Programme ist je nach Kabelvertrag möglicherweise ein zusätzliches Entgelt zu entrichten.

Gesetzliche Grundlage und Stichtag 1. Januar 2019
Grundlage für die Abschaltung analoger Radio- und TV-Programme im Kabel bildet der Artikel 34 des Bayerischen Mediengesetzes (BayMG, siehe Downloadspalte. Demgemäß sollen zur Sicherung eines ausgewogenen und vielfältigen Programmangebots ab dem 1. Januar 2019 Hörfunk- und Fernsehprogramme sowie Telemedien in Kabelanlagen ausschließlich in digitaler Technik verbreitet werden.

Wer ist betroffen?
Von der Umstellung sind alle Kabelkunden betroffen, die noch analoges Fernsehen schauen und/oder analoges UKW-Kabelradio hören.

Sie hören noch analoges Radio, wenn
die Stereoanlage über ein Antennenkabel an der Kabeldose angeschlossen ist.

Sie nutzen noch analoges Kabelfernsehen, wenn
Sie 30-32 Programme empfangen und keinen Zugriff auf Programme in hochauflösender HD-Qualität haben
Sie über einen älteren (Röhren)Fernseher ohne eingebauten DVB-C-Tuner oder ohne separaten Kabelreceiver fernsehen.
In Ihrer Programmliste weder „ZDF neo“ noch „Tagesschau24“ auftaucht.

In diesem Fall müssten Sie jetzt umrüsten!
Es können bei einigen Kabelanbietern auch Zuschauer betroffen sein, die bereits digital fernsehen. Im Zuge der Umstellung werden nämlich die Programmplätze neu sortiert, so dass ein Sendersuchlauf notwendig wird.

Für den digitalen Kabelempfang wird ein kabelgeeignetes digitales Empfangsgerät benötigt. In den meisten neuen Flachbildfernsehern ist dieses schon eingebaut (nach DVB-C-Logo suchen). Es kann aber auch ein separater Digital-Receiver angeschlossen werden. Informieren Sie sich im Fachhandel!
In den meisten Fällen muss nach der Analogabschaltung ein automatischer Sendersuchlauf für TV- und Radioprogramme durchgeführt werden, wenn die Programme mit der Umstellung neu sortiert werden.
Um weiter Radio über das Kabel zu empfangen, kann entweder der Fernseher genutzt werden oder Sie besorgen sich einen separaten Receiver für Digitalradio, an den die Stereoanlage angeschlossen wird. Alternativ kann der Radioempfang aus der Luft (DAB+, UKW) genutzt werden.
Sofern Sie mit Ihrem Kabelnetzbetreiber auch einen Vertrag für den Internetzugang haben, ist auch der Kabelrouter betroffen: Wenn er sich nach der Umstellung nicht mit dem Internet verbindet, starten Sie bitte Ihren Router neu! In der Umstellungsnacht sollten diese Geräte nicht vom Strom getrennt werden.

Der größte Kabelnetzbetreiber in Bayern, Vodafone, hat bereits Erfahrungen mit dem Digitalumstieg in der Pilotregion Landshut und Dingolfing Anfang Januar sowie Mitte Mai in der Region Nürnberg gesammelt. Die Kabelkunden werden jeweils rechtzeitig vor dem Umstieg durch eine Reihe von Maßnahmen informiert, u.a. über Medienberichte, die Website www.vodafone.de/digitalezukunft, eine Hotline und Laufbänder im analogen Fernsehprogramm.

Vodafone:
Termine ab August 2018 sind unter www.vodafone.de/digitalezukunft unter dem Stichwort „Umstellungstermin prüfen“ zu finden (Suche nach Postleitzahlen). Außerdem steht Ihnen das pdf mit den August-Terminen zum Download zur Verfügung.

Quelle: www.blm.de



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